Die Hüft-Totalendoprothese (minimalinvasive OP-Technik):
Die Implantation einer Hüft-TEP mittels minimalinvasivem anterolateraler Zugang bietet folgende Vorteile im Vergleich zur konventionellen Operation:
Schonung der hinteren und seitlichen Hüftmuskulatur (v. a. M. gluteus medius/posterior)
Geringeres Luxationsrisiko durch intakte hintere Kapsel
Schnellere Mobilisation und kürzere Physiotherapiezeit. Eine Reha Maßnahme ist nicht mehr zwingend notwendig
Weniger postoperativer Schmerz und geringerer Blutverlust
Verwendung von modernsten anatomischen Implantaten
Insgesamt eignet sich der modifizierte Watson-Jones-Zugang besonders für Patienten, bei denen eine schnelle Mobilisierung und Muskelschonung im Vordergrund stehen.
Er erfordert erfahrene Operateure.
Die Knie-Totalendoprothese (anatomisch ausgerichtetes Oberflächensersatz-Verfahren):
Die intermediäre Ausrichtung bei Knieprothesen (oft auch als leicht neutrale bis minimal varische Einstellung bezeichnet) bietet folgende Vorteile:
Keine Überkorrektur der Beinachse
Physiologische Lastverteilung: Sie orientiert sich näher an der natürlichen Beinachse und kann so die Kräfte auf Femur und Tibia gleichmäßiger verteilen.
Reduziertes Risiko für Implantatlockerung: Durch die optimierte Belastung werden extreme Scherkräfte auf die Prothese minimiert.
Bessere Gelenkfunktion: Sie ermöglicht eine stabilere Kinematik und kann das Gefühl eines natürlichen Bewegungsablaufs fördern.
Geringere Abnutzung: Gleichmäßigere Druckverhältnisse auf den Polyethylen-Inlay reduzieren den Verschleiß.
Höhere Patientenzufriedenheit: Studien zeigen, dass Patienten oft schneller Vertrauen ins Gelenk fassen und sich die subjektive Funktion verbessert.
Verwendung von modernsten anatomischen Implantaten
Dieser Ansatz versucht, die Balance zwischen klassischer mechanischer Neutralstellung und patientenspezifischer Anatomie herzustellen.
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